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Großübung in Solitüde – 50 Verletzte nach Schiffsunglück

Katastrophenschutzübung in Solitüde - Foto: Benjamin Nolte / www.bos-inside.de

28. Mai 2016 – Flensburg: Es war einiges los am Sonnabend in Solitüde. Einsatzfahrzeuge diverser Hilfsorganisationen und Rettungsdienste, sowie dutzende Einsatzkräfte prägten das Bild rund um den Pavillon am Strand. Im Rahmen einer groß angelegten Katastrophenschutzübung trainierten rund 60 Einsatzkräfte einen Tag lang für den Ernstfall. Schon früh am Morgen trafen sich die Kameraden des DRK, der Malteser, des ASB, des Rettungsdienstes Promedica, des THW und der DLRG auf einem nahegelegenen Parkplatz. Nahezu zeitgleich mit dem Einlaufen des neuen ZDF-Traumschiffes, der „Amadea“ wurden die Folgen eines Schiffsunglückes auf der Flensburger Förde trainiert. Angenommen wurde ein Massenanfall an Verletzten, eine sogenannte MANV-Lage. Nach dem angenommenen Schiffsunglück, wurden am Strand von Solitüde binnen kurzer Zeit rund 50 Verletzte erwartet. Die Verletztendarsteller, überwiegend Kinder und Jugendliche wurden im Vorfeld aufwändig geschminkt um die Übung näher an einen Ernstfall zu bewegen. Mit einem Einsatzboot der DLRG wurden die Verletzten in kleinen Gruppen vom angenommenen Unglücksort an den Badesteg in Solitüde gebracht und sollten dort von den Einsatzkräften der Rettungsdienste im Empfang genommen und weiter versorgt werden.

Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Hilfsorganisationen, Logistik und Organisation einer so großen Einsatzstelle sollten geübt und verbessert werden. Behandlungsplätze, Halte- und Sammelplätze für die Kranken- und Rettungswagen galt es aufzubauen und einzurichten. Die unterschiedlich schwer verletzten Patienten galt es zu sichten und dann die richtigen Entscheidungen zu treffen. Eingestuft nach Transportprioritäten wurden die Verletzten nach einer Erstversorgung und Betreuung vor Ort mit bereitgestellten Fahrzeugen abtransportiert. Drei Mal wurde am Sonnabend ein großes Szenario durchgespielt. Die ersten beiden Male handelte es sich bei dem Übungsszenario um das angenommene Schiffsunglück und beim dritten Mal änderte sich das Lagebild. Ein Blitzschlag am Strand forderte dutzende Verletzte. An einem großflächigen Strandabschnitt lagen leicht und schwer Verletzte Personen, die den Einsatzkräften bei 23 Grad Lufttemperatur und strahlendem Sonnenschein alles abverlangten. Die teils lautstark auf sich aufmerksam machenden Verletzten galt es mit Tragen vom Strandabschnitt zum Behandlungsplatz zu bringen. Für die DLRG spielte sich ein Teil des Szenarios auf dem Wasser ab. Sechs Personen wurden von dem Blitzschlag im Wasser getroffen und trieben verletzt und orientierungslos in Ufernähe. Nach fast zehn Stunden Übung traf man sich zur Abschlussbesprechung und dem gemeinsamen Grillen. Die Übungsleitung zeigte sich zufrieden und betonte wie wichtig Übungen wie diese sind um im Ernstfall auch auf so große Einsatzlagen vorbereitet zu sein.

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